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FAQ TV GERäTE

Was ist der Unterschied zwischen einem Plasma TV und einem TFT-TV?

Autor: Achim Behrendt
16.04.2005, 22:03 Uhr

Plasma TV

Bei einem Plasma TV befinden sich zwischen zwei Glasscheiben sehr viele winzig kleine Kammern. Diese Kammern sind mit einem Edelgasgemisch aus Neon und Xenon (einige Hersteller mischen auch Helium bei) gefüllt. Je drei Kammern für rot, grün und blau ergeben ein Pixel. Die RGB-Farben werden durch verschiedenfarbige Leuchtstoffe, mit denen die vordere Innenseite der Kammern beschichtet sind, erzeugt.

Das Funktionsprinzip ist folgendes: das Edelgasgemisch wird gezündet, dabei wechselt dies seinen Aggregatszustand von gasförmig zu einem ionisiertem Gas = Plasma. Das Plasma emittiert Teilchen und Strahlung, wobei beim Plasma TV die UV-Strahlung genutzt wird um den Phosphorleuchtstoff in den Kammern zum Leuchten anzuregen.


Damit es nicht nur den Zustand An/Aus gibt - damit könnte man kein sehr großes Farbspektrum erzeugen - werden die Kammern in schnellen Intervallen gezündet. Die Intervallsdauer entscheidet über die Helligkeit in der die RGB Farben aufleuchten und so lassen sich per additiver Farbmischung von RGB Millionen Farbnuancen erzeugen.

Die Vorteile von Plasma TVs: sie können in praktisch jeder beliebigen Bildgröße hergestellt werden, höherer Kontrast, besseres Reaktionsverhalten und weniger Bewegungsunschärfe (geringerer Sampling-and-Hold Effekt) .

Die Nachteile von Plasma TVs: der mit der Zeit deutliche Verlust an Helligkeit (auf die Gesamtlebensdauer etwa 50% Helligkeitsverlust), da sich die Leuchtkraft der Phosphorleuchtstoffe mit der Betriebszeit abbauen. Außerdem können sich nicht bewegende Bildinhalte wie z.B. Fernsehlogos mit der Zeit einbrennen, die dann dauerhaft als Schatten sichtbar sind.

TFT-TV

Bei einem TFT-TV (TFT steht für Thin Film Transistor) besteht das sogenannte Panel aus zwei Scheiben zwischen denen in einer Flüssigkeit die Flüssigkristalle eingebettet sind. Zwischen den beiden Scheiben sind ebenfalls Polarisations- und Farbfilter zu finden. Die Flüssigkristalle sind in zwei Ausrichtungsebenen angeordnet (Alignment Layer). Um die Ausrichtung der Flüssigkeitskristalle zu ändern, wird mittels der Dünn-Film-Transistoren an die Ausrichtungsebenen eine Spannung angelegt. So entsteht ein elektrisches Feld was die Flüssigkristalle ausrichtet.

Ein Pixel besteht aus drei Subpixel für die Farben RGB. Da jedes Subpixel von einem Transistor angesteuert wird, spricht man auch von Aktivmatrix TFT. Die Ausrichtung der Flüssigkristalle entscheidet darüber ob und wie viel Licht der Hintergrundbeleuchtung (Backlight) auf die Farbfilter trifft und damit über die Intensität in der das Subpixel leuchtet. Durch additive Farbmischung von RGB werden die Millionen Farbnuancen jedes Pixels erzeugt.

Es gibt verschiedene Panel Technologien, die sich im Aufbau in bestimmten Punkten unterscheiden und die jeweils Vor- und Nachteile haben. TN (Twisted Nematic), IPS (In-Plane Switching, gibt es auch als Dual Domain In-Plane Switching und Super Inplane Switching), MVA (Multi-Domain Vertical Alignment) und PVA (Patterned Vertical Alignment).

Die Hintergrundbeleuchtung besteht meist aus mehreren Quecksilberdampflampen. Dazu kommt noch der Reflektor und der Diffusor, die das Licht der Hintergrundbeleuchtung gleichmäßig über die Panelfläche verteilen. Seit neustem sollen auch TFT-TVs mit LED (Light Emiter Diode) Hintergrundbeleuchtung auf den Markt kommen. Auf der CeBIT 2005 waren bei einigen Herstellern entsprechende TFT-TVs als Vorserienmodelle zu sehen.

Die Vorteile von TFT-TVs: geringes Gewicht, hohe Lebensdauer der Hintergrundbeleuchtung und hohe Auflösungen möglich (bis 1920 x 1080, was der HDTV Auflösung 1080i bzw. 1080p entspricht).

Die Nachteile von TFT-TVs: TFT-Panel ist bei gleicher Größe in der Herstellung teuerer (die Preise fallen aber ständig und nähern sich immer mehr den Plasma TVs an).

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