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FAQ TV GERäTE

Was bedeutet 3:2 Pulldown?

Originäres Ziel des 3:2 Pulldown ist die Erzeugung eines broadcastfähigen TV-Signals mit 60Hz im NTSC Einzugsgebiet. Diverse Abspielgeräte (DVD-, HD-DVD-, Blu-ray-Player) können den 3:2 Pulldown selbständig bei vorliegender Filmquelle durchführen. Am Ende steht auch hier ein 60Hz-Signal.

Das zugrunde liegende Filmmaterial, mit 24 Vollbildern pro Sekunde, wird in einem 3:2 Rhythmus segmentiert (d.h. in Halbbilder aufgeteilt). Das erste Vollbild in zwei Halbbilder, das zweite Vollbild in drei Halbbilder (wobei das Dritte eine Wiederholung des Ersten ist) und das Dritte wiederum in zwei Halbbilder usw. Daraus ergeben sich 60 Halbbilder pro Sekunde, also die gewünschte, broadcastfähige Frequenz. Man spricht auch von einem Signal mit einer 3:2 Kadenz. Nachteil dieser Verarbeitung ist eine Veränderung des Bewegungseindruckes, da das Verteilungsschema nicht linear ist. Ein leichtes Bildruckeln ist die Folge.


Da Flachbildschirme auf Vollbildbasis arbeiten, muss ein entsprechendes Signal vor der Anzeige deinterlaced werden. Ausgereifte Lösungen erkennen die vorliegende Kadenz und sind damit in der Lage, die Orginalvollbilder wiederherzustellen. Ein ruckelfreies 24Hz-Signal ist das Resultat. Dieser Vorgang wird auch als „Inverse Telecine“ bzw. „Reverse Pulldown“ bezeichnet. Leider sind die Deinterlacer vieler TVs in dieser Hinsicht oft nicht stabil genug in der Erkennung. In der Folge behandeln sie das Material wie Video (echte 60 Halbbilder pro Sekunde), so dass im Ergebnis 60 Vollbilder pro Sekunde entstehen (die nicht die Orginalqualität erreichen). Oder die zurückgewonnenen Vollbilder werden in einem „ungeeigneten“ (z.B. 3:2) Rhythmus zum Panel weitergereicht, um eine Ansteuerung mit 60Hz zu ermöglichen. In beiden Fällen leidet der Bewegungseindruck.

Eine kleine Abweichung
Bislang war von einem 60Hz-Signal die Rede. Tatsächlich wird im Broadcastbereich mit 59,84Hz gearbeitet. Um diese Frequenz zu erreichen, wird das Filmmaterial vor dem 3:2 Pulldown minimal auf 23,976 Vollbilder pro Sekunde verlangsamt. Das ist meistens auch die Basis für NTSC-DVDs sowie die neuen HD-Medien.

Im PAL-Einzugsgebiet hat der 3:2 Pulldown bislang kaum Bedeutung, da hier mit 50Hz-Signalen gearbeitet wird. Hier findet für Filmmaterial der PAL-Speedup mit 2:2 Pulldown Anwendung. Eine Ausnahme bilden die neuen HD-Medien (HD-DVD, Blu-ray). Hier wird Filmmaterial mit 24 Vollbildern pro Sekunde gespeichert. Die playerseitige Ausgabe kann meistens mit 24Hz (also 1:1) oder 60Hz (durch den beschriebenen 3:2 Pulldown) erfolgen.



NTSC - Frame zu Field (3:2 Pulldown)

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