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TESTBERICHT: Samsung 275T Teil 6


Ausmessung und Kalibration

Wir haben im Folgenden den Samsung SyncMaster 275T bezüglich seiner Farbechtheit und seiner Tauglichkeit für eine Kalibrierung gründlich überprüft. Die Ergebnisse sind hauptsächlich für Grafik- und Videobearbeitung interessant. Für den Office-Betrieb und Spiele sind sie zum Teil vernachlässigbar, da hier der subjektive Eindruck überwiegt.

Der Samsung 275T bietet leider keine Möglichkeit die RGB-Anteile manuell zu regeln, stattdessen muss man auf eines der vorgegebenen Farbtemperatur-Profile zurückgreifen. Dabei liegt das voreingestellte Profil "Normal" bei Weiß mit 6500K sRGB zwar noch am nächsten, ist bei 50-prozentigem Grau mit über 7000K für die sRGB-Ausgabe aber schon zu kalt.

Das Profil "Warm1" ist auf der anderen Seite mit knapp 6000K bei Weiß zu warm, dafür aber bei 50-prozentigem Grau näher an den gewünschten 6500K. Wir raten eine dieser beiden Einstellungen zu nutzen; beide bleiben jedoch aufgrund des kälter werden Grauverlaufs etwas unbefriedigend.

Gamma-Einstellung

Der Gammawert lässt sich beim Samsung 275T über das Menü in 0,1er Schritten von -0,2 bis + 0,6 verändern. Wir müssen jedoch vom Gebrauch der Gamma-Einstellungen abraten, da sie fehlerhafte Ergebnisse produziert: So wird etwa grundsätzlich der Schwarzwert angehoben, sobald der eingestellte Gammawert von 0,0 abweicht, wodurch sich der Kontrast verschlechtert.

Zudem stellt der TFT dann im rechten Bilddrittel andere Farben dar, als im restlichen Bereich. Da es bei Gebrauch der Gamma-Einstellung zusätzlich noch zu Banding im Grauverlauf kommt, bietet sie keine Vorteile.

Helligkeitsregelung

Wie schon zuvor erwähnt, reagiert die Helligkeitsregelung des Samsung SyncMaster 275T etwas unzuverlässig. Beim Verstellen der Helligkeit wird zunächst eine höhere Leuchtdichte erreicht, die dann aber innerhalb von ca. 30 Minuten langsam um bis zu 15 Prozent absinkt.

Dieses merkwürdige Verhalten des Backlights haben wir im Übrigen auch beim Samsung 245B kritisiert , der sich aus eben diesem Grund nur schwierig auf definierte Werte kalibrieren ließ. Das gleiche Problem besteht auch mit der im SyncMaster 275T verwendeten Backlight-Steuerelektronik.

Das Verhalten hängt nicht etwa mit der nötigen Aufwärmphase zusammen, sondern tritt bei jeder größeren Veränderung der Helligkeitseinstellung auf. Schon kurzes Aus- und Wiedereinschalten des Displays führt zu diesem Effekt.

Farbraum

Samsung gab bis vor kurzem noch an, dass der SyncMaster 275T bis zu 92 Prozent des sogenannten L-Star-Farbraums abdecken würde, wobei das Wort L-Star nur im Kleingedruckten zu finden war. Mittlerweile wurde das Datenblatt vom Hersteller geändert.

Nun wird mit der Aussage geworben "Stellt 15% mehr Farben als herkömmliche TFTs dar". Während die ursprüngliche Aussage dadurch verwirrt, dass normale Nutzer den L-Star-Farbraum nicht kennen dürften, lag diese jedoch näher an der Wahrheit.

Der TFT stellt nämlich auf keinen Fall "mehr Farben" dar, sondern, so wie alle anderen Geräte auch, maximal 16,77 Millionen Farben. Der darstellbare Farbraum (Gamut) ist jedoch gegenüber herkömmlichen TFT-Monitoren deutlich größer.

NEC vergleicht den Gamut seines LCD2690WUXi mit dem NTSC und Adobe-Farbraum, andere Hersteller werden wahrscheinlich ihre eigenen Ansätze wählen, je nachdem, was sich besser vermarkten lässt. Für den Endverbraucher bedeutet das leider, dass der Vergleich schwieriger wird.

Um aus der Not eine Tugend zu machen, haben wir den Farbraum des SyncMaster 275T im Folgenden gleich mit mehreren wichtigen Farbräumen verglichen.

Adobe RGB (ca. 92% Abdeckung)

adobergb1 adobergb2

Dreidimensionaler Vergleich des Monitor-Farbraums (schwarzes Drahtgitter) mit dem AdobeRGB-Farbraum (weißes Drahtgitter). Der farbige Kasten zeigt die Schnittmenge, also den Teil des Zielfarbraums, den der Monitor darstellen kann. Zur Vergrößerung und Erläuterung bitte die Grafiken anklicken.

sRGB (ca. 96% Abdeckung)

srgb1 srgb2

Dreidimensionaler Vergleich des Monitor-Farbraums (schwarzes Drahtgitter) mit dem sRGB-Farbraum (weißes Drahtgitter). Der farbige Kasten zeigt die Schnittmenge, also den Teil des Zielfarbraums, den der Monitor darstellen kann. Zur Vergrößerung und Erläuterung bitte die Grafiken anklicken.

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