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TESTBERICHT: Acer Iconia Dual Screen Teil 3


Kühlung

Vor dem Einschalten fühlt sich die metallene Außenhülle des Acer Iconia immer etwas kühl an. Im Betrieb erwärmt sich dann vor allem die Unterseite, und selbst auf dem unteren Panel ist mit der Hand eine Temperaturzunahme spürbar. Im überwiegenden Idle-Betrieb ist das vielleicht sogar angenehm, bei längerer Vollast heizt sich das gesamte Unterteil allerdings stark auf.

Die Unterseite ist mit einem abnehmbaren Blechboden versehen, die Wärmeableitung über die Außenfläche ist an dieser Stelle deshalb nicht optimal. Dementsprechend mehr muss der Lüfter arbeiten, der schon im Dauer-Idle nie stehenbleibt. Ein leises Rauschen ist also immer dabei, und unter Last muss dann deutlich hörbar aufgedreht werden. Dabei entsteht ein kräftiger warmer Luftstrom, der an der linken Seite ausgeblasen wird.

Lüftungsschlitze an der linken Seite.

Thermal Throttling, von dem derzeit viele der ungleich kompakteren Ultrabooks betroffen sind, haben wir beim Iconia nicht festgestellt. Auch bei Volllast bleibt die Kerntemperatur im zulässigen Bereich.

Laufzeiten

Das hohe Gewicht des Iconia steckt wohl in den beiden Panels und nicht im Akku. Mit 3000 mAh fällt der für ein Gerät dieser Größe eher schwach aus, dementsprechend kurz sind die zu erwartenden Laufzeiten. Zudem wollen vielfach ja auch gleich zwei Backlights versorgt werden - kaum eine Tastatur dürfte soviel Strom ziehen wie die des Iconia. Sinnvollerweise kann sich das untere Panel bei Nichtbenutzung nach einiger Zeit unabhängig vom oberen abschalten.

Der übliche Griff zum Helligkeitsregler hilft hier leider nicht viel beim Stromsparen, denn gedimmt mag man das Iconia nicht allzu oft benutzen. Unsere Standardvorgabe 200 cd/m² für Tablets war gar nicht erst zu erreichen, also blieb es für den Test bei voller Helligkeit.

So war es schließlich nicht mehr sehr verwunderlich, dass der Laufzeittest bei Volllast schon nach 90 Minuten vorbei war. Mit einem durchschnittlichen Einsatzmix aus Internet, Office und Video kamen wir ohne Netzteil ebenfalls nur enttäuschende 165 Minuten weit.

Bewertung
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++ sehr gut, + gut, +/- zufriedenstellend, - schlecht, -- sehr schlecht

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Diskussion in unserem Forum

Fazit

Die Idee eines tastaturlosen Touchbooks mit rein virtuellen Bedienelementen erscheint zunächst verlockend. Und tatsächlich hat das Konzept – viel Eingewöhnung vorausgesetzt – auch in der Praxis seinen Reiz, wenn man sich vorwiegend im Bereich Social Media oder Multimedia Entertainment bewegt.

Weniger gut wird derjenige zurechtkommen, der auch mal ernsthaft mit dem Iconia arbeiten möchte: echtes Schreiben wird zur Last, statt des Hin- und Wegzauberns der virtuellen wünscht man sich recht bald schon eine reale Tastatur. Auch die Vorteile des nur scheinbar verdoppelten Bildschirms mit dem breiten Scharnierbalken dazwischen wird man für Officezwecke eher selten nutzen können.

Auch in anderer Hinsicht erweisen sich die beiden Bildschirme mal wieder als schwächste Stelle des Gerätes: kostensenkende TN-Technik mit übermäßiger Blickwinkelabhängigkeit und die stark spiegelnden Displayoberflächen verderben den Spaß daran, der hier zudem noch durch eine ausgesprochen licht- und kontrastschwache LED-Hinterleuchtung getrübt wird.

Ausgesprochen portabel ist das Iconia ebenfalls nicht: mit 2800 Gramm ist es unzeitgemäß schwer, und sein schwacher Akku verlangt schon bald nach dem Netzteil und einer rettenden Steckdose. Eigentlich schade ums Konzept, für das die Technik noch nicht reif war – vielleicht könnte eine Neuauflage mit aktuellen Komponenten aus dem Ultrabook-Regal zeigen, welches Potential in dieser interessanten Idee noch steckt.

Gesamturteil: BEFRIEDIGEND

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