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TESTBERICHT: Sanyo PLC-WL2503 Teil 2


Gestaltung

Das Gehäuse des PLC-WL2503 ist durchgehend in Metallic-Silber gefärbt. Die schwarze Bodenwanne ist auf der Frontseite hochgezogen, an den übrigen Seiten dagegen nur als schmaler Streifen sichtbar.

Mit 350 x 143 x 382 Millimetern und 4,7 Kilogramm Gewicht ist der Projektor ungefähr doppelt so groß und schwer wie gängige mobile Geräte, eine Tragetasche liefert Sanyo bei dieser Größe nicht mehr mit. Dennoch ist das Gerät noch gut zu hantieren.

Ganz in Silber: der PLC-WL2503 von vorn.

Die Frontseite wird von dem eigenwillig geformten Objektiv dominiert. Fast unsichtbar befindet sich darunter der IR-Sensor für die Fernbedienung. Ziemlich provisorisch wirkt der simple aufsteckbare Objektivschutz, an den man das Sicherungsband noch selber anknoten muss – ein integrierter Schiebedeckel hätte es bei dieser Optik schon sein dürfen.

Ebenfalls unterhalb des Objektivs sieht man den Unterschied zum ansonsten identischen PLC-WL2500: die nachträglich angeflanschte Kamera für die interaktiven Funktionen. Warum man dies so ungeschickt gemacht hat, dass das USB-Kabel den IR-Sensor verdeckt und deshalb mit einem eigens beigefügten Klebehalter zur Seite gebracht werden muss, wird ein Geheimnis der Entwickler bleiben.

Die linke Seite sowie die Rückseite sind von großzügigen Belüftungsgittern durchbrochen. Anders als bei den meisten Projektoren befindet sich das Anschlussfeld nicht hinten, sondern an der rechten Seite des Gehäuses.

Seitenansichten mit Lüftungsgittern und Anschlussfeld.

Auf der Oberseite finden wir den Fokuseinsteller für das Objektiv, drei dezente Statusleuchten und das Bedienfeld mit den Tasten. Vorne und oben prangt jeweils ein dezentes Sanyo-Emblem, links und oben wurden noch diverse Aufkleber mit Warnhinweisen und technischen Angaben angebracht – das sieht doch sehr nach Business-Gerät aus.

Das Design ist eigenwillig: der große flache Grundkörper, die nüchterne Farbgebung und die dezenten Funktionsdetails kontrastieren mit gerundeten Ecken, der schwungvoll hochgezogenen Frontpartie und dem ungewöhnlichen Objektiv – ob es gefällt, ist eindeutig Geschmackssache. Optisch wie haptisch vermittelt das Gerät jedenfalls einen stabilen und hochwertigen Eindruck.

Aufstellung

Die Aufstellmöglichkeiten eines Projektors werden vor allem von den optischen und mechanischen Justierhilfen bestimmt. Hier bietet der PLC-WL2503 nur die Mindestausstattung. Ein Zoom gibt es gar nicht, für die mechanische Justierung müssen die beiden verstellbaren Füße vorne reichen. Die haben allerdings einen großen Einstellbereich, voll ausgefahren kommen ihre recht wackeligen Plastikgewindestangen auf 45 Millimeter Höhe. Hinten glaubt man zunächst drei Füße zu sehen, doch die beiden äußeren sind nur verkürzte Scheinfüße, die ein Wegkippen bei zu großer Neigung verhindern sollen.

Verstellbare Füße gibt es nur vorne.

Die elektronische Keystone-Korrektur wirkt nur in der Vertikalen und fällt mit +/- 20 Grad nicht sehr groß aus – eigentlich ein Widerspruch, denn Kurzdistanzoptiken können schon bei kleinen Höhenverstellungen auf große Winkel kommen. Ein im OSD aktivierbares Testbild für das korrekte Ausrichten gibt es nicht.

Das Bild kann von Tisch- auf Deckenprojektion umgestellt werden. Auch Rückprojektion ist in beiden Positionen möglich. Auf der Unterseite befinden sich vier stabile M5-Gewindebohrungen für die Deckenmontage, deren Anordnung im Handbuch dokumentiert ist. Spezielle Montagesätze bietet Sanyo in drei Höhenbereichen als Sonderzubehör an. Außerdem gibt es noch eine spezielle Anschlussabdeckung, hinter der die seitlich weggeführten Kabel verschwinden.

Bildgröße

Die Distanztabelle nennt Projektionsabstände von 64 bis 120 Zentimeter für Bilddiagonalen von 60 bis 110 Zoll. Das ist der gängige Größenbereich für digitale Whiteboards.

Bildgrößen und Projektionsabstände (aus: Handbuch Sanyo).

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