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LEXIKON

LUT (Look-Up-Table)

Eine Bildschirm- oder Grafikkarten-Lookup-Table speichert vorberechnete Verknüpfungen von Eingangs- zu Ausgangstonwerten. Im Rahmen von Werks- oder Benutzerkalibration werden Anpassungen durchgeführt, um neutrale und definierte Abbildungseigenschaften zu erreichen.

Während einer Softwarekalibration werden Weißpunkt und Tonwertkurve bzw. Graubalance über Korrekturen an verschiedenen Stützstellen sichergestellt. Eine geeignete Interpolation füllt die Zwischenräume.


Diese Linearisierungskorrekturen werden in einem speziellen Feld des ICC-Profils (vcgt) gespeichert und bei Systemstart in die LUT der Grafikkarte geladen. Durch die meist auf 8bit pro Kanal beschränkte Präzision kann es bei umfangreichen Eingriffen zu erheblichen Tonwertverlusten kommen. Deswegen sollte der Bildschirm die Kalibrationsziele schon im Voraus möglichst exakt erreichen. Viele Softwarelösungen unterstützen den Anwender bei den notwendigen OSD-Einstellungen. Sofern der Bildschirm über eine präzise LUT verfügt, lassen sich die Tonwertverluste teils deutlich reduzieren.

Bildschirme im High-End-Segment erlauben in der Regel eine Hardwarkalibration. Die während des Kalibrationsprozesses ermittelten Korrekturen werden nun nicht mehr im vcgt-Feld des ICC-Profils, sondern direkt in der LUT des Bildschirm gespeichert. Sie verfügt über eine Präzision von 10 bis 16bit pro Farbkanal. Das ermöglicht sehr akkurate und verlustfreie Tonwerttransformationen. Farbverläufe bleiben frei von störenden Tonwertabrissen. Die Hersteller greifen inzwischen auch häufig auf 3D-Tabellen zurück, die ganzen RGB-Tripeln entsprechende Ausgangswerte zuordnen.

Die profilgestützten Farbraumtransformationen finden in beiden Fällen erst auf Softwareebene in farbmanagementfähigen Applikationen statt (ausgenommen: Farbraumemulationen durch den Bildschirm). Sie berücksichtigen die beteiligten Profile und nutzen einen geräteunabhängigen Verbindungsfarbraum (PCS) als Vermittlungspunkt.

Ein Matrixprofil charakterisiert den Bildschirm durch die farbmetrischen Daten der Primärfarben und die Tonwertkurve für jeden Kanal. Damit kann eine 3x3 Matrix für den Übergang vom PCS in Bildschirm-RGB (und vice versa) erstellt werden.

LUT-Profile enthalten Tabellen für die Transformationen in (AtoB) und aus (BtoA) dem PCS. Sie sind erheblich größer und finden vor allem bei der Charakterisierung von RGB- oder CMYK-Ausgabegeräten (Drucker und Druckmaschinen) Verwendung.

Ein guter Bildschirm sollte sich linear genug verhalten, um über ein Matrixprofil ausreichend beschrieben werden zu können. Wir greifen während unserer Tests daher auf diesen Profiltyp zurück.

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